Lineare Beziehungen,  „Wenn-dann-Zuschreibungen“, sind für kommunikative Prozesse immer zu einfach.Es spielen immer viele Faktoren in einen kommunikativen Prozess hinein, das ist nicht mit linearen Beziehungen adäquat beschreibbar.

Jede kommunikative Äußerung wird in einer Kommunikation Anlass für andere Äußerungen, die dann, wenn sie zum Kommunikator zurückkehren, wieder Anlass für neue Äußerungen werden.

Jede Äußerung birgt eine potenzielle Anregung in sich,  oder bringt – nicht selten- auch Verstörung des Systems mit sich.

Menschen denken ständig über andere nach und darüber, was andere über sie denken und was andere denken, dass sie über andere denken usw.

Man fragt sich, was nun in den anderen vorgehe, man wünscht oder fürchtet, dass andere Leute wissen könnten, was in einem selbst vorgeht“

Aber alle menschlichen Regungen,die im Zentrum des Coachings stehen, wie z. B. Verhaltensweisen, Symptome, unterschiedliche Formen von Gefühlsausdrücken usw., können sowohl als im Menschen ablaufende Ereignisse als auch als Ausdruck von wechselseitigen Beziehungsdefinitionen betrachtet werden,d.h., jede menschliche Regung ist immer auch eine Botschaft von jemandem an jemanden: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick u.a.).

Verhalten ist zugleich verursacht und verursachend. Dabei findet eine Entwicklung statt, die immer rückbezüglich/rekursiv ist. Diesen dynamischen Vorgang kann man sich bildlich als Spirale vorstellen, die sich stetig fortsetzt.

Deckt man nun die Zirkularität auf und macht sie allen Beteiligten sichtbar, so schafft man neue Möglichkeiten der Beurteilung und daraus folgend neue Handlungsmöglichkeiten.

Ein Symptom, ein Problem, eine Krankheit sind keine Dinge, sondern Prozesse, gebildet durch Handlungen und Kommunikationen verschiedener Personen.“

Dieses alles muss im Bewusstsein eines Coach eine Rolle spiele, er / sie muss muss mit einer anderen Haltung, einem anderen Bewusstsein die Situation, die einer Änderung bedarf zu Grunde liegen.