Impulse zu kontrollieren und Belohnungen aufzuschieben, was für Erfolg, Leistung und moralisches Handeln grundlegend ist.

Unter Charakter versteht man traditionell diejenigen persönlichen Kompetenzen, die die Voraussetzung für ein moralisches Verhalten bilden.

Gahlens Temperamentenlehre unterschied zwischen melancholischen, cholerischen , sanguinischen und phlegmatischen Charaktertypen.

Aristoteles stellt fest, dass der Mensch, um gut und glücklich zu leben, Tugenden besitzen müsse.
Dabei unterscheidet er zwischen Verstandestugenden, die durch die Belehrung erworben werden, und Charakter – beziehungsweise ethischen Tugenden, die der Mensch sich durch Übung und Gewohnheit aneignen.

Zu den Letzteren zählte er, neben den drei platonischen Kardinaltugenden Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit-unter anderem die Freigebigkeit, die hohe Gesinnung und die Wahrhaftigkeit.

Der Mensch wird mit sittlicher Tüchtigkeit nicht geboren, bringt jedoch die Anlage mit, um sie zu entwickeln.

Die Kultivierung des Charakters ist für Aristoteles ein langwieriger Prozess des moralischen Eingewöhnens. Den idealen Rahmen hierfür bietet die Polis.